„Wow! Ist das genial! Und so bequem!“ entfuhr es vor ein paar Tagen einem jungen und sportlichen Besucher bei see feel drive. Er sprach vom Tourfiets von 4Wieler  aus den Niederlanden.

 

Laut seinem Konstrukteur und Entwickler Robert van Hees wurde das Tourfiets vor allem für Menschen entwickelt, die sich nicht mehr auf das normale Fahrrad trauen. Meist aus Angst davor, das Gleichgewicht zu verlieren. Sei es aus medizinischen oder Altersgründen oder einfach, weil sie schon sehr lange oder gar noch nie auf einem Zweirad unterwegs waren. Und manche wollen es einfach nur bequem haben.

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Bisher haben sich auf dem Markt dafür die Dreiräder durchgesetzt. Aus frühester Kindheit wissen wir jedoch, dass Dreiräder ziemlich kippelig waren und uns so manches mal abwarfen. Wer was auf sich hielt – und wessen Eltern mitspielten- , der wechselte aufs Kettkar. Vier Räder sind einfach stabiler als 3.

Das gilt noch mehr für Erwachsenenfahrzeuge. Für eine bequeme Sitzhaltung und bedingt durch die Körpergröße wandert der Schwerpunkt nach oben. Und je höher der Schwerpunkt wandert, desto kippanfälliger wird ein Fahrzeug bei schnellerer Fahrt. Hinzu kommt, dass sich der Geradeauslauf eines Dreirades konstruktionsbedingt nicht stabilisiert. Man muss schon sehr viel üben, um das Dreirad zu beherrschen. Für junge Leute auf dem Lastenrad sicher kein Problem, für manch andere schon. Sicherheit für Ungeübtere allerdings geben hier 4 Räder. 120 Jahre Autobau können nicht irren.

Bei dem Besuch des jungen Mannes entstand eine Art Wette: ich sollte den Beweis antreten, dass man mit dem Tourfiets auf den Hausberg Wiesbadens, den Neroberg kommt. Auch wenn es noch so toll aussieht, es sei ja eher für Leute gedacht, die am Rhein entlang fahren wollen.

Falsch:

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Es ging sogar auf einer der steilsten Straßen Wiesbadens, der Nerobergstraße, bergauf. Langsam zwar, aber stetig und bequem. Habe ich schon erwähnt, dass das Tourfiets vollgefedert ist?

So stand ich nach kurzer Fahrt über den Dächern von Wiesbaden.

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Die Abfahrt war rasant, das Tourfiets läuft auch bei 45km/h stabil geradeaus. Und wer sich was traut, der driftet um die Kurven. Wie wir es früher als kleine Buben taten. Das Tourfiets bietet serienmäßig eine Zeitreise. Ein Kettcar mit Motor, war das nicht immer ein Traum?

Auf dem Rückweg ging es noch kurz am Weihnachtsmarkt vorbei. Positive Aufmerksamkeit ist der Fahrerin oder dem Fahrer gewiss, sie oder er sollte sich auf so manches nette Gespräch einstellen.

Und so heißt es: Go Green und lass´ Dich nicht unterkriegen, wenn Körper oder Geist nicht mehr aufs Zweirad wollen. Es macht Spaß.

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